Bigwall-Klettern - extremer Sport und Abenteuer

Bigwallklettern - allgemeine Informationen zur Sportart
Mit dem Begriff Bigwall (auf Englisch "große Wand") wird im Outdoor Bereich das Durchklettern oder Durchsteigen von sehr großen Felswänden bezeichnet. Die Durchquerungen sind dabei wegen der Länge der Strecke in der Regel nicht an einem Stück zu machen, so dass auf dem Weg oft mehrmals biwakiert, d.h. übernachtet werden muss.
Diese besondere und extreme Variante des Klettersports stammt ursprünglich aus dem Yosemite Valley in den USA, wo eine Vielzahl an besonders hohen und steilen Granitwänden das Biwakieren erforderlich macht.
Beim Bigwallklettern müssen sämtliche Vorräte und Wasser für die Tour sowie eine umfangreiche Kletterausrüstung mitgenommen werden, so dass schnell mehr als einhundert Kilo an Gewicht zustande kommen. Diese werden dann jeweils nach dem Klettern von einer Seillänge in einem Sack (so genanntes Haulbag) hinterhergezogen.
Bezüglich der Technik des Kletterns handelt es sich beim Bigwall-Sport in den meisten Fällen um eine Kombination aus technischem Klettern (Nutzung von Seilen, Haken etc. zur Fortbewegung) und Freikletterpassagen (Nutzung von technischer Ausrüstung nur als Sicherung gegen Absturz).

Bigwall-Klettern - das Biwakieren in der Wand
Das Übernachten in der Wand erfolgt beim Bigwallsport meist in so genannten Portaledges, die extra zu diesem Zweck entwickelt wurden. Es handelt sich dabei um eine Art von tragbaren Liegen, die an einem oder mehreren Haken am Fels aufgehängt werden und mit einem Zeltdach gegen die Witterung geschützt werden können.
Der Kletterer schläft darin horizontal in der Wand aufgehängt, in Sicherung und oft hunderte von Metern vom Boden entfernt. Auch die komplette Ausrüstung wird über Nacht in der Wand aufgehängt.
Wenn es in der Wand entsprechende Vorsprünge oder Felsbänder gibt, auf denen man schlafen kann, lässt sich auch ein kleines Zelt oder ein Biwaksack als Möglichkeit für die Übernachtung nutzen.
Oft wird auf einer Bigwalltour auch mehrere Nächte am Fels übernachtet, da man generell aufgrund des hohen technischen Aufwandes bei dieser Art des Kletterns nur langsam voran kommt. Zudem können bei schlechtem Wetter längere Zwangspausen durchaus vorkommen, in denen man nicht weiter klettern kann.
Sowohl für das Biwakieren als auch in punkto Equipment sind bei den Bigwalltouren spezielle Ausrüstungsgegenstände wie zum Beispiel Sicherungen, Haken oder Materialsäcke nötig.

Voraussetzungen für ein Bigwall-Erlebnis
Im Allgemeinen liegen die großen Wände für das Bigwall Klettern in entlegenen Regionen, wie zum Beispiel dem Himalaya, Patagonien oder auf den Baffin Islands in Kanada. Dementsprechend sind bereits die Zustiege zur Wand selbst oft kompliziert und können Tage oder Wochen in Anspruch nehmen, je nach Lage und Witterungsbedingungen.
Generell ist für ein solches Outdoor Erlebnis eine detaillierte logistische Vorplanung nötig, die auch entsprechende Ausrüstung, Erfahrung und Fitness erforderlich macht.
Die Kletterer selbst sollten neben einer guten Gesundheit und körperlicher Fitness viel Erfahrung im Handling der oft umfangreichen Ausrüstung besitzen.
Weiterhin ist auch die mentale Vorbereitung auf eine solche Unternehmung nicht zu vernachlässigen, da man zum Beispiel bei schlechtem Wetter auch schon einmal über mehrere Tage in der Wand gefangen sein oder sich in einer unbekannten Wand versteigen kann. Zudem ist man bei möglichen Zwischenfällen in den abgelegenen Regionen in der Regel für längere Zeit auf sich gestellt.
Anfänger sollten generell nur mit einem erfahrenen Kletterer zusammen eine Bigwall-Tour unternehmen, da es sich hierbei um einen Extremsport handelt, der unerfahrene Bergsteiger bei falschem Verhalten in lebensgefährliche Situationen bringen kann.
Der finanzielle Aspekt ist bei Unternehmungen im Bigwall-Bereich ebenfalls ein zu bedenkender Faktor, da sowohl die Ausrüstung als auch die Anreise in die entlegenen Regionen mit den großen Steilwänden in den meisten Fällen verhältnismäßig teuer sind. Hier kann der Anschluss an eine entsprechende Gruppe finanziell durchaus von Vorteil sein.

Die Ausrüstung ist ein wichtiger Faktor fürs Gelingen
Ohne die entsprechende Ausrüstung geht beim Bigwallklettern nichts, und dementsprechend nimmt diese sowohl in der Vorbereitung als auch in der Durchführung einen zentralen Stellenwert ein.
Zahlreiche Anbieter von Ausrüstung für Klettern und Bergsport bieten auch das Equipment für Bigwall-Unternehmungen an. So hat zum Beispiel die Firma Edelrid eine Vielzahl an Produkten für das Bigwall-Klettern im Sortiment, von den entsprechenden Karabinern über verschiedenste Schlingen, Seile, Seilrollen, Steigklemmen und Wirbel bis hin zu Helmen, Klettergurten und entsprechenden Schuhen.
Dabei bewegen sich die Preise für die Ausrüstungsgegenstände in ganz unterschiedlichen Bereichen: So kostet ein entsprechendes Seil ab ungefähr 100 Euro, ein Klettergurt je nach Ausführung zwischen etwa 40 Euro und 100 Euro, oder ein entsprechender Helm zwischen 50 Euro und 80 Euro. Generell handelt es sich dabei um Preise im fairen, mittleren Preissegment, wobei man bei der Bigwallausrüstung aufgrund der hohen Ansprüche an das Material keinesfalls auf Billigprodukte zurückgreifen sollte.
 

Slacklining und Bouldern – die neuen Bergsport Trends

Bouldern

Hierbei handelt es sich um eine Art des Kletterns, allerdings verzichtet der Kletterer sowohl auf ein Seil als auch auf einen Klettergurt. Dies kann jedoch nur ermöglicht werden, weil das Klettern in einer sicheren Absprunghöhe erfolgt, welche bei etwa 3 bis 4,5 Metern liegt. Grundsätzlich ist diese Sportart kein reiner Bergsport, denn gebouldert wird sowohl an Felsblöcken als auch in der Halle an künstlichen Wänden und Griffen. Um einen eventuellen Sturz gefahrlos zu überstehen, verwendet der interessierte Boulderer dicke Schaumstoffmatten. Auch eine alters- oder geschlechtsspezifische Begrenzung gibt es bei dieser sportlichen Betätigung nicht, denn es kann in allen Schwierigkeitsstufen gebouldert werden, so dass jeder interessierte Verbraucher diesen Trend erlernen kann. Wichtig ist außerdem, dass es keinen Erfolgszwang gibt, da sich jeder Boulderer sein persönliches und individuelles Ziel steckt.


Die erforderliche Ausrüstung

Prinzipiell ist es jedem Anfänger zu empfehlen, dass er sich zuerst in einer Kletterhalle und unter Leitung eines Experten ausprobiert, denn auf diese Weise erfolgt nicht nur eine gute und kompetente Beratung, sondern obendrein eine wichtige Hilfestellung und die Möglichkeit, dass bestimmte Ausrüstungsteile ausgeliehen und nicht teuer angeschafft werden müssen. Dies gilt insbesondere für Bouldermatten und spezielle Kletterschuhe.

Selbstverständlich benötigt der interessierte Boulderer die richtig Bekleidung, welche nicht nur bequem ist, sondern vor allem in der Bewegungsfreiheit nicht einschränkt. Zugleich darf die Sportbekleidung keinesfalls zu weit geschnitten sein, da sie ansonsten beim Klettern behindert. Interessant ist auch die Anschaffung eines so genannten Chalkbags, welches mit Magnesia gefüllt ist, denn so können die Hände nicht schwitzen und das Verletzungs- und Absturzrisiko wird deutlich minimiert.


Was bewirkt der Bouldersport?

In erster Linie soll dem Sportler Spaß an der natürlichen Bewegung vermittelt werden, wobei der positive Nebeneffekt darin liegt, dass der Kletterer auf eine spielerische Art und Weise eine Verbesserung der Körperspannung und der Muskelkraft erreicht. Zugleich werden jedoch auch das Bewegungsgefühl und die Koordination geschult, denn bei der Aktivität werden nahezu alle Muskeln benötigt, wodurch der gesamte Körper umfassend trainiert wird. Natürlich wirkt sich der Sport auch positiv auf die Sensorik und die Motorik aus und auch die Augen-Hand-Koordination wird verbessert.


Zielsetzung

Das Ziel des Boulderers sollte es sein, dass er möglichst schwierige Kletterzüge macht, was konkret bedeutet, dass er an diesen Griffen klettert, welche ein Festhalten gerade noch erlauben. So kann es durchaus vorkommen, dass dem Sportler während des Kletterns weite Züge, Sprünge oder unmöglich wirkende Bewegungen abverlangt werden, so dass der gesamte Körper eingesetzt werden muss, um eine bestimmte Route zu schaffen. Allgemein kann festgestellt werden, dass das Ziel eines Boulderers darin besteht, dass er seine eigenen Grenzen kennenlernt und diese versucht zu überwinden.

 

Slacklining

Hierbei handelt es sich um eine relativ neue Trendsportart, welche oftmals auch als Slacken oder Slacklinen bezeichnet wird. Prinzipiell kann dieser Sport am ehesten mit dem Seiltanz verglichen werden, denn der interessierte Sportler balanciert auf einem Schlauch- oder Gurtband, welches zwischen zwei Befestigungspunkten gespannt wird. Nicht selten sind Slackliner in der Natur vorzufinden, wo sie ihr Band zwischen zwei Bäumen spannen. Dieses Band wird unter den Experten auch als so genannte Slackline bezeichnet, woher der Sport letztendlich auch seinen Namen bekam.


Während beim Balancieren auf einem Drahtseil, dieses straff gespannt ist, dehnt sich die Slackline unter der Last des Sportlers, so dass sie sich sehr dynamisch verhält und ein stetiges aktives Ausgleichen mit Eigenbewegung erforderlich wird. Interessierte Sportler müssen also nicht nur über eine sehr gute Balance, sondern auch über ausreichend Konzentration und Koordination verfügen. Viele Kletterer nutzen das Slacklining als Zusatztraining, wobei gleiches auch für Skifahrer, Kampfsportler oder Reiter gilt, welche ein perfektes Gleichgewichtsgefühl besitzen müssen.


Der Trendsport kommt ursprünglich aus den früher 1980er Jahren, als sich Kletterer in Amerika an Regentagen beim Balancieren auf Absperrketten die Zeit vertrieben. Der Trend nach Europa entwickelte sich erst viel später, aber schnell fanden sich die ersten Anhänger, so dass sich der Sport mittlerweile einer stetig wachsenden Beliebtheit erfreut.


Wer kann das Slacklining erlernen?

Prinzipiell gibt es keine Altersbegrenzung beim Slacklining, so dass jeder Interessierte sich an dieser Trendsportart versuchen kann. Dennoch sollte sich der Sportler darüber im Klaren sein, dass bei einem eventuellen Sturz von der Slackline auch schmerzhafte Verletzungen hervorgehen können, so dass es von Vorteil ist, wenn der Interessierte über ein gewisses Maß an Gleichgewichtsgefühl verfügt. Eine allgemeine Grundsportlichkeit kann bei diesem Trendsport keinesfalls nachteilig sein, aber aufgrund der regulierbaren Höhe der Slackline, kann sich jeder Sportler einmal ausprobieren.


Was wird beim Slacklining benötigt?

Natürlich benötigt der Slackliner eine Sportbekleidung, in welcher er sich nicht nur wohlfühlt, sondern welche ihn auch nicht in der Bewegungsfreiheit einschränkt. Wichtig sind außerdem feste Schuhe, welche einen guten Halt vermitteln, da sich die Slackline stark bewegt und schwankt. Selbstverständlich darf auch die eigentliche Slackline nicht fehlen, wobei gleiches für ein Spanngerät und Vorrichtung gilt, so dass das Band an zwei Fixpunkten befestigt werden kann. Zumeist verwenden Slackliner zwei Rundschlingen, welche um die Fixpunkte gelegt und mit einem Befestigungssystem mit der Slackline verbunden werden. Verwendet der Sportler zur Befestigung der Slackline zwei Bäume, dann ist zwingend ein Rindenschutz erforderlich.


Empfehlenswerte Ausrüstung

Egal für welche Sportart sich der Einzelne entscheidet, eine qualitativ hochwertige Ausrüstung darf unter keinen Umständen fehlen. So stehen beispielsweise beim Hersteller Metolius zwei wichtige Dinge im Vordergrund, und zwar die Sicherheit und die Qualität. Stetig entwickeln die Verantwortlichen des Unternehmens an der Optimierung der Produkte, so dass sich der Sportler zu 100 Prozent auf seine Ausrüstung verlassen kann.


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